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El Hierro

Die kleinste und zugleich am weitesten im Westen gelegene Insel der kanarischen Inselgruppe ist El Hierro. Vor der Entdeckung Amerikas galt sie als das Ende der Welt. Lange war die drei Millionen Jahre alte Vulkaninsel Zwangsheimat ungeliebter spanischer Bürger. Mit nicht einmal 11.000 Einwohnern besitzt El Hierro heute gerade einmal so viele Bewohner, wie eine durchschnittliche Kleinstadt. Fischfang und der Anbau von Obst und Wein sind die Haupteinnahmequellen der Inselbewohner.

El Hierro ist ganz anders als Teneriffa und Gomera und die übrigen großen Inseln der Gruppe der Kanaren. Hier gibt es nur wenige Sandstrände, keine größeren Städte und deshalb auch keinen Massentourismus. Wenn Sie Wert auf Ruhe legen und bei gemütlichen oder auch anspruchsvollen Wanderungen, ganz nach individuellem Geschmack, gerne die Landschaft genießen, dann sind Sie auf El Hierro genau richtig.

Von Deutschland aus wird die Insel nicht angeflogen, deshalb buchen Sie am besten einen Flug nach Teneriffa Süd und setzen von hier aus mit der Fähre über. Mit einem Mietwagen und vor allem zu Fuß können Sie die Insel ganz nach eigenem Gutdünken entdecken. Einige Hotels und Appartementanlagen, vor allem aber schön gelegene Ferienhäuser und einsame Fincas bieten für jeden Geschmack die richtige Unterkunft.

El Hierro ist dabei, sich ein Image als ökologische Insel mit sanftem Tourismus aufzubauen. Bis zum Jahr 2009 wird die gesamte Energie aus erneuerbaren Ressourcen, Wind und Wasser, gewonnen werden können Die Obstproduktion wird schon seit Jahren auf biologischen Anbau umgestellt und sehr schön ausgebaute Wanderwege bieten den Besuchern Natur pur. Vor allem Reptilien sind hier zu finden, Vögel, Schmetterlinge und Insekten. Auf El Hierro leben bis zu 70 Zentimeter große Rieseneidechsen, Geckos und Meeresschildkröten, jedoch keine Schlangen. Sehr viele verschiedene Vogelarten, darunter auch der wilde Kanarienvogel, sind hier heimisch und lassen sich auf Spaziergängen durch einsame Wälder auf steinigen Lavafeldern beobachten.

Im El Golfo-Tal zwischen Bananen- und Ananasplantagen, befindet sich das Dorf Guinea, ein Freilichtmuseum, in dem das Leben der Bewohner von El Hierro vor hundert Jahren nachempfunden werden kann. Ein paar Bergdörfer, eine versteckte Kirche, die vor langer Zeit für Piraten unsichtbar gebaut worden war, um diese nicht anzulocken, bieten willkommene Unterbrechungen auf den einsamen Wanderungen.

Aber El Hierro ist auch ein Paradies für Taucher. Sie können sich also selbst ein abwechslungsreiches Programm zusammenstellen. Ausgiebige Tauchexpeditonen im Meeresschutzgebiet Punta de la Restinga, wo Sie in Grotten und an Felswänden Barrakudas, Haien und Rochen begegnen können, bieten eine wunderbare Ergänzung zu den Wanderungen an Land. Besonders bekannt ist das Riff El Bajon, das vor der Bucht liegt, von welcher aus Kolumbus nach Amerika segelte. Von der UNESCO wurde El Hierro zum Biosphärenreservat erklärt und schnell werden Sie bei Ihrem Besuch erkennen, dass dies zurecht geschah. Neben Plantagen und Weiden gibt es fünf Naturschutzgebiete auf der Insel, die dazu beitragen, die unberührte Wildnis dauerhaft zu erhalten.

Die kleine Insel El Hierro bietet die nötige Entspannung nach einem langen Arbeitsjahr und sie wird Ihnen mit ihrem eigenen Charme schnell ans Herz wachsen.














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